Der schwedische Spieleentwickler Hacksaw hat seinen Umsatz im dritten Quartal 2026 um 12 % auf 58,1 Millionen Euro gesteigert. Zugleich kündigt das Unternehmen einen Aktienrückkauf von bis zu 20 Millionen Euro an.
Die Zahlen stammen aus dem Zwischenbericht für Januar bis September, den Hacksaw am 3. November 2026 veröffentlicht hat. Erste Eckdaten hatte der an der Nasdaq Stockholm gelistete Anbieter bereits am 12. Oktober genannt, die endgültigen Werte liegen innerhalb dieser Spannen.
Hohe Marge, mehr Gewinn
Das bereinigte operative Ergebnis stieg im Quartal um 15 % auf 48,3 Millionen Euro. Die bereinigte Marge kletterte damit von 81 % auf 83 %.
Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 45,7 Millionen Euro nach 38,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Der operative Cashflow wuchs von 36,7 Millionen Euro auf 52,2 Millionen Euro.
Für die ersten neun Monate meldet Hacksaw einen Umsatz von 175,0 Millionen Euro, ein Plus von 23 %. Das bereinigte operative Ergebnis erreichte in diesem Zeitraum 144,2 Millionen Euro. Ende September lagen 148,2 Millionen Euro an liquiden Mitteln in der Kasse, verzinsliche Schulden hat das Unternehmen laut Bericht keine.
Spielemix als Bremse
Ganz ohne Gegenwind lief das Quartal nicht. Die neue Konzernchefin Ana Vrabic Verdir, die im dritten Quartal an die Spitze rückte, verweist auf eine ungünstige Verteilung der Einnahmen über Spiele und Betreiber.
„Wir sehen das als vorübergehenden Gegenwind“, heißt es im Bericht. Hacksaw erwartet, dass sich der Mix in den kommenden Monaten normalisiert, kurzfristig könne er die Entwicklung aber weiter belasten.
Laut einer Branchenauswertung entfielen zuletzt 52 % der Bruttospielerträge auf die zehn erfolgreichsten Titel, nach 45 % ein Jahr zuvor. Die langfristigen Finanzziele lässt das Unternehmen unverändert.
Aktienrückkauf über drei Monate
Der Verwaltungsrat hat einen Aktienrückkauf von bis zu 20 Millionen Euro genehmigt. Das Programm läuft laut Bericht höchstens drei Monate.
Auch operativ wuchs das Geschäft: Laut einer Branchenauswertung wuchs die Zahl der täglichen Spielrunden um 19 %. Hacksaw unterzeichnete im Quartal 74 Verträge, davon 67 mit neuen Kunden, und ging bei 34 neuen Kunden live.
Neue Märkte, Brasilien fällt weg
Beim Ausbau des Portfolios legte Hacksaw deutlich zu. Im Quartal erschienen 19 eigene Spiele nach 12 im Vorjahr. Dazu kamen 26 Titel externer Studios über die hauseigene Plattform OpenRGS, mit Moneyplane zudem das erste Crash-Game.
Neu erschlossen wurden die kanadische Provinz Alberta und die Stadt Buenos Aires. Insgesamt ist Hacksaw nach eigenen Angaben in mehr als 40 lokal lizenzierten Märkten aktiv.
Belastend wirkt dagegen Brasilien. Die Regierung hatte Ende September allen lizenzierten Betreibern die Genehmigungen entzogen, der regulierte Markt schloss Anfang Oktober.
Hacksaw bezeichnet das als Abweichung vom allgemeinen Trend hin zu lokal lizenzierten Märkten. Konkrete Zahlen zum Umsatzverlust durch Brasilien nennt der Bericht nicht.
Was das für Spieler bedeutet
Für Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz ändert sich durch die Quartalszahlen direkt nichts. Sie zeigen aber, dass einer der bekannteren Slot-Anbieter trotz Gegenwind weiter mit Margen von über 80 % arbeitet.
Wenn du Slots von Hacksaw spielst, siehst du die Folgen vor allem im Angebot: Das Portfolio wuchs laut der Auswertung binnen eines Jahres von 268 auf 399 Spiele. Offen ist, ob sich der Spielemix wie angekündigt normalisiert und wie stark der Wegfall Brasiliens das vierte Quartal belastet.