Rekordstrafe in den Niederlanden: 37 Millionen Euro gegen Betreiber von Instantcasino und elf weiteren Seiten

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Zusammenfassung

  • Die niederländische Glücksspielbehörde Ksa hat gegen EOD Code SRL, den Betreiber von Instantcasino und elf weiteren Seiten, eine Rekordstrafe von 37 Millionen Euro verhängt.
  • Grundlage ist eine Umsatzschätzung, weil das Unternehmen keine Zahlen lieferte: Fehlende Altersprüfung, Krypto Einzahlungen und unfaire Bedingungen wirkten laut Ksa zusätzlich strafverschärfend.
  • Offen ist, ob die in Costa Rica registrierte Firma Einspruch einlegt und zahlt, denn ausländische Anbieter begleichen solche Strafen laut Medienberichten häufig nicht.

Die niederländische Glücksspielbehörde Kansspelautoriteit (Ksa) hat gegen den Betreiber von Instantcasino eine Geldstrafe von 37 Millionen Euro verhängt. Es ist die höchste Strafe, die die Behörde bislang wegen illegalen Glücksspiels ausgesprochen hat.

Betroffen ist die Firma EOD Code SRL, die laut ihren eigenen Websites in Costa Rica registriert ist. Die Ksa gab die Entscheidung am 22. Oktober 2026 bekannt. Laut Medienberichten datiert der Bescheid bereits vom 6. Oktober.

Zwölf Casinoseiten ohne niederländische Lizenz

Die Ermittlungen begannen bei Instantcasino. Im Verlauf stieß die Aufsichtsbehörde auf elf weitere Seiten desselben Betreibers, darunter Skyhills, Slotmonster, Betiro, Golden Panda, Incognito Casino und Luckypays.

Angeboten wurden Casinospiele und Sportwetten, ohne dass EOD Code eine Lizenz in den Niederlanden besaß. Mitarbeiter der Ksa konnten sich auf mehreren Seiten registrieren und spielen. Sperren für Spieler aus den Niederlanden gab es laut Behörde nicht.

Laut einem Bericht des niederländischen Nachrichtenportals TPO war das Angebot klar auf den Markt zugeschnitten: Die Niederlande waren bei der Registrierung voreingestellt, Einzahlungen per iDEAL waren möglich und der Kundendienst sprach Niederländisch. Zudem sollen niederländische Influencer die Seiten auf Instagram, YouTube und TikTok beworben haben.

Krypto Zahlungen und fehlende Alterskontrollen

Die Ksa nennt mehrere Punkte, die den Fall aus ihrer Sicht verschärfen. Auf den Seiten fehlte eine sichtbare Altersprüfung. Außerdem konnten Spieler mit Kryptowährungen und anderen anonymen Zahlungsmethoden einzahlen.

Die Behörde begründet das mit dem Risiko der Geldwäsche, das solche Zahlungswege begünstigen. Auch einzelne Geschäftsbedingungen fielen negativ auf. Laut TPO verloren inaktive Konten nach einem Jahr 5 € pro Monat, und Spieler mit dauerhafter Selbstsperre verloren ihr Restguthaben.

So kam die Summe zustande

Die Ksa kann eine umsatzbezogene Strafe verhängen, wenn die regulären Bußgelder nicht zu den Einnahmen eines illegalen Angebots passen. Weil EOD Code keine Zahlen lieferte, musste die Behörde den Umsatz schätzen. Laut TPO stützte sie sich dabei auf die Zahl der Google-Suchanfragen.

Demnach setzte EOD Code 2025 in den Niederlanden gut 108 Millionen Euro Bruttospielertrag um. Mit Aufschlägen für die fehlende Altersprüfung und die unfairen Bedingungen hätte die Strafe rechnerisch 292,6 Millionen Euro betragen. Gesetzlich ist sie aber auf 10 % des weltweiten Umsatzes begrenzt, den die Ksa auf knapp 373 Millionen Euro schätzt.

Der bisherige Rekord lag bei knapp 24,8 Millionen Euro. Diese Strafe hatte die Ksa im März 2026 gegen Novatech verhängt, den Betreiber von Qbet.com.

Vorgeschichte und offene Zahlung

Neu ist der Konflikt nicht. Bereits im Juli 2025 erhielt EOD Code eine Anordnung unter Zwangsgeld: 280.000 € pro Woche, gedeckelt bei 840.000 €. Auf mehrere Bitten um Stellungnahme reagierte das Unternehmen laut Ksa nicht.

Gegen die neue Strafe kann EOD Code Einspruch einlegen, der die Zahlungspflicht laut TPO aber nicht aufschiebt. Für die Zahlung hat die Firma sechs Wochen Zeit. Ob das Geld je fließt, ist offen: Laut dem Sender NOS zahlen ausländische Anbieter solche Strafen häufig nicht.

Was das für Spieler bedeutet

Für Spieler in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt der Fall, wie Aufsichtsbehörden in Europa inzwischen vorgehen. Neben Geldstrafen arbeitet die Ksa mit Zahlungsdienstleistern, Hostern, Banken und großen Technologiefirmen zusammen, um illegale Angebote zu blockieren.

Der Fall zeigt auch, dass die Ksa anonyme Krypto Einzahlungen ausdrücklich als Geldwäscherisiko wertet. Wenn du bei einem Anbieter ohne Lizenz in deinem Land spielst, fehlt dir bei Problemen mit Auszahlungen eine Aufsichtsbehörde als Ansprechpartner.

Offen bleibt, ob EOD Code Einspruch einlegt, ob die Strafe eingetrieben werden kann und ob die zwölf Seiten in den Niederlanden weiter erreichbar sind. Wir verfolgen den Fall weiter.

Theo Bennett Author Avatar
Autor: Theo Bennett
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Theo Bennett ist ein redaktionelles Autorenprofil, das von CryptoCasinos.com für deutschsprachige Inhalte genutzt wird. Unsere Redaktion beschäftigt sich unter diesem Namen vor allem damit, wie Krypto Casinos funktionieren und wie Ein- und Auszahlungen mit Kryptowährungen ablaufen.