Kryptowährung einfach erklärt: Grundlagen und Begriffe für Einsteiger

Kryptowährungen sind das Zahlungsmittel, auf dem jedes Krypto Casino aufbaut. Bereits bei der ersten Einzahlung wirst du mit Begriffen wie Blockchain, Token oder Netzwerkgebühr in Kontakt kommen, häufig ohne eine begleitende Erklärung.
Damit du dich im Kassenbereich jedes Krypto Casinos sicher zurechtfindest, erklären wir in diesem Ratgeber die wichtigsten Begriffe der Reihe nach: Was die Kryptowährung vom Euro unterscheidet, welche Arten es gibt und wie Blockchain, Netzwerk und Wallet zusammenwirken.
Was ist eine Kryptowährung?
Eine Kryptowährung ist digitales Geld, das nicht in Form von Münzen oder Scheinen existiert, sondern als Eintrag in einem digitalen Kassenbuch, der sogenannten Blockchain. Ihren Namen verdankt die Währung der Kryptografie, also den Verschlüsselungsverfahren, die jede Zahlung absichern und Fälschungen verhindern.
Der grundlegende Unterschied zu herkömmlichem „Geld” besteht darin, wer Coins herausgeben darf und wer über Zahlungen wacht.
Herausgabe ohne Bank und Staat
Herausgegeben wird eine Kryptowährung weder von einer Bank noch von einem Staat. Die Regeln legen stattdessen ihre Entwickler beim Start fest, und zwar direkt in der Software, mit der die Kryptowährung läuft.
Darin wird etwa fixiert, wie viele Coins es höchstens geben darf und in welchem Tempo neue dazukommen.
Das bekannteste Beispiel dafür ist zugleich das älteste: Bitcoin, die erste Kryptowährung überhaupt. Gestartet wurde sie 2009 von einer bis heute unbekannten Person oder Gruppe, die unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto auftritt.
In der Bitcoin Software ist u. a. festgelegt, dass es maximal 21 Millionen Bitcoins geben wird. Solange diese Menge nicht erreicht ist, werden etwa alle zehn Minuten (= bestimmtes Tempo) neue Bitcoins hinzugefügt, seit 2024 jeweils 3,125 Stück. Da sich diese Zahl etwa alle vier Jahre halbiert, wird der letzte Bitcoin voraussichtlich erst im Jahr 2140 entstehen.
Ändern ließe sich dieser Ablauf nur, wenn die große Mehrheit der Computer, auf denen Bitcoin läuft, einer neuen Regel zustimmt. Eine einzelne Person, selbst Satoshi Nakamoto, kann also weder zusätzliche Bitcoin erschaffen noch die Höchstmenge anheben.
Nach demselben Grundsatz sind auch die inzwischen zahlreichen, seit 2009 geschaffenen Kryptowährungen aufgebaut.
Auch bei letzteren legen die Entwickler die Regeln in der Software fest. Ein Vergleich mit Bitcoin zeigt, wie unterschiedlich diese Regeln ausfallen können: Litecoin wurde zwar an Bitcoin angelehnt, sieht aber eine viermal so hohe Höchstmenge von 84 Millionen Coins vor und bringt neue Coins alle zweieinhalb Minuten statt alle zehn in Umlauf. Ethereum und Dogecoin verzichten dagegen ganz auf eine Obergrenze.
Herausgabe einer Kryptowährung auf einen Blick
- Wer sie herausgibt: Keine Bank und kein Staat. Starten kann eine Kryptowährung im Prinzip jeder, der die nötigen Programmierkenntnisse mitbringt, und deshalb gibt es heute tausende davon.
- Wo die Regeln stehen: In der Software der jeweiligen Kryptowährung. Sie legt fest, wie viele Coins es höchstens geben darf und wie schnell neue hinzukommen.
- Wer die Regeln ändern kann: Keine einzelne Person. Eine Änderung setzt voraus, dass die große Mehrheit der beteiligten Computer zustimmt.
Kryptowährung vs. Euro
Hinter dem Euro stehen zwei Instanzen, die du im Alltag kaum bemerkst: Die Europäische Zentralbank, die über die Geldmenge wacht, und deine Bank, die jede deiner Zahlungen abwickelt. Eine Kryptowährung kommt ohne beide aus, und das verändert den Weg deines Geldes, seinen Wert und seinen Schutz.
Das bedeutet, der Weg wird zunächst kürzer. Weil keine Bank zwischengeschaltet ist, erreicht eine Zahlung den Empfänger direkt, zu jeder Tageszeit und über Landesgrenzen hinweg.
Mit der Bank verschwindet allerdings auch die Stelle, die eine fehlerhafte oder betrügerische Zahlung noch stoppen oder zurückbuchen könnte. Hinzu kommt: Was du einmal verschickt hast, bleibt verschickt. Wie sich das auf Ein- und Auszahlungen im Casino auswirkt, vergleichen wir in unserem Guide „Krypto Casino vs. Online Casino”.
Beim Wert wiederum fehlt die Zentralbank, die beim Euro die Geldmenge so steuert, dass dessen Kaufkraft möglichst stabil bleibt. Bei einer Kryptowährung folgt die Menge dagegen den festen Regeln ihrer Software, ganz gleich, wie viele Menschen sie gerade kaufen oder verkaufen wollen.
Ändert sich die Nachfrage, kann sich deshalb nur der Preis anpassen, und das oft innerhalb kurzer Zeit und in großen Sprüngen.
Im Jahr 2022 etwa verlor Bitcoin rund zwei Drittel seines Werts. Liegt dein Casino Guthaben in Bitcoin, kann es daher an Wert gewinnen oder verlieren, ganz unabhängig davon, wie deine Einsätze ausgehen.
Am wenigsten sichtbar ist der Unterschied beim Schutz.
Der Euro ist gesetzliches Zahlungsmittel und Guthaben auf deinem Girokonto sind in der EU bis 100.000 € pro Bank gesetzlich abgesichert, falls diese Insolvenz anmeldet.
Für Kryptowährungen gibt es weder das eine noch das andere: Niemand ist verpflichtet, Coins als Zahlung anzunehmen, und geht eine Plattform zahlungsunfähig, auf der deine Coins liegen, springt keine Einlagensicherung ein.
Euro vs. Kryptowährung auf einen Blick
| Euro | Kryptowährung | |
|---|---|---|
| Herausgeber | Europäische Zentralbank | festgelegte Regeln in der Software |
| Geldmenge | wird von der Zentralbank gesteuert | vorab festgelegt, bei Bitcoin max. 21 Millionen |
| Zahlungsabwicklung | über deine Bank | direkt vom Absender zum Empfänger |
| Verfügbarkeit | abhängig vom Zahlungsweg | rund um die Uhr, weltweit |
| Rückbuchung | in vielen Fällen möglich | nicht möglich |
| Wertstabilität | von der Zentralbank gestützt | schwankt mit Angebot und Nachfrage |
| Gesetzliches Zahlungsmittel | ja | nein |
| Einlagensicherung | bis 100.000 € pro Bank | keine |
„Der Euro hat jemanden, der ihn verteidigt. Steigt die Inflation, hebt die EZB die Zinsen an, gerät eine Bank in Schieflage, springt die Einlagensicherung ein. Bei einer Kryptowährung reagiert niemand, wenn der Kurs fällt oder eine Zahlung im falschen Postfach landet. Genau diese Freiheit von Bank und Staat, die viele an Krypto schätzen, bedeutet auch, dass jeder selbst für sein Geld einsteht.“
Coins, Token und Co.: Die Familien der Kryptowährungen
Die Zahl der Kryptowährungen ist kaum noch zu überblicken, doch zwei Fragen genügen, um jede von ihnen in eine Gruppe einzuordnen. Die erste lautet: Besitzt sie eine eigene Blockchain? Daraus ergibt sich, ob es sich um einen Coin oder einen Token handelt.
Die zweite Frage lautet: Wozu wurde sie geschaffen? Danach unterscheiden sich vor allem Bitcoin und Altcoins, Stablecoins und Memecoins.
Stablecoins: An eine echte Währung gekoppelt
Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert an eine herkömmliche Währung gekoppelt ist, meist an den US-Dollar.
Die beiden größten sind USDT, auch Tether genannt, herausgegeben von der gleichnamigen Firma Tether, und USD Coin, kurz USDC, von der Firma Circle. Beide sollten der Theorie nach stets genau einen Dollar wert sein.
Damit die Kopplung hält, hinterlegt der Herausgeber für jeden ausgegebenen Token eine Reserve in gleicher Höhe: Zahlt jemand einen Dollar ein, entsteht ein neuer Token, löst jemand ihn wieder ein, wird er vernichtet.
Stabil ist ein Stablecoin deshalb nur, solange diese Reserven außer Zweifel stehen. Im März 2023 etwa fiel der USDC kurzzeitig auf 88 Cent, nachdem bekannt wurde, dass Circle einen Teil seiner Reserven bei der zusammengebrochenen Silicon Valley Bank liegen hatte.
Bitcoin vs. Altcoins
Bitcoin war die erste Kryptowährung überhaupt. Sie startete 2009 und ist bis heute mit Abstand die größte: Seit 2024 entfällt meist mehr als die Hälfte des Werts aller Kryptowährungen auf Bitcoin.
Alle anderen werden unter dem Begriff Altcoins zusammengefasst, kurz für „alternative Coins“. Dazu gehören abgewandelte Kopien von Bitcoin wie Litecoin, Abspaltungen wie Bitcoin Cash und Neuentwicklungen wie Ethereum, im Alltag auch Token.
Altcoin sagt also nur, dass es sich nicht um Bitcoin handelt, und nichts über Größe oder Verbreitung.
Auch bei digitalen Spielplattformen bleibt Bitcoin die Nummer eins. Entsprechend bilden BTC Casinos bis heute die größte Gruppe unter den Krypto Casinos.
Stablecoins: An eine echte Währung gekoppelt
Stablecoins sind Kryptowährungen, deren Wert an eine herkömmliche Währung gekoppelt ist, meist an den US-Dollar. Die beiden größten sind USDT, auch Tether genannt, herausgegeben von der gleichnamigen Firma Tether, und USD Coin, kurz USDC, von der Firma Circle. Beide sollten der Theorie nach stets genau einen Dollar wert sein.
Damit die Kopplung hält, hinterlegt der Herausgeber für jeden ausgegebenen Token eine Reserve in gleicher Höhe: Zahlt jemand einen Dollar ein, entsteht ein neuer Token, löst jemand ihn wieder ein, wird er vernichtet.
Stabil ist ein Stablecoin deshalb nur, solange diese Reserven außer Zweifel stehen. Im März 2023 etwa fiel der USDC kurzzeitig auf 88 Cent, nachdem bekannt wurde, dass Circle einen Teil seiner Reserven bei der zusammengebrochenen Silicon Valley Bank liegen hatte.
Memecoins: Kryptowährungen aus der Internetkultur
Memecoins sind Kryptowährungen, die als Internetscherz entstehen und vor allem von der Aufmerksamkeit in sozialen Medien leben. Der Scherz betrifft allerdings nur ihre Entstehung: Technisch funktionieren sie wie jede andere Kryptowährung, haben einen echten Marktwert und lassen sich kaufen, verschicken und in Euro tauschen.
Der erste und bekannteste Memecoin ist der Dogecoin. Er startete 2013 als Parodie auf Bitcoin, trägt als Logo einen Shiba Inu aus einem bekannten Internet Meme und gehört heute zu den größten Kryptowährungen.
Wie bei allen anderen Kryptowährungen gibt es auch unter den Memecoins Coins und Token: Dogecoin hat eine eigene Blockchain, Shiba Inu dagegen läuft als Token auf Ethereum. Weil ihr Kurs vor allem von der Stimmung ihrer Fans abhängt, schwankt er oft noch stärker als der von Bitcoin.
„Dass im Grunde jeder per Smart Contract einen Token anlegen kann, hat eine Kehrseite: Auch Name und Kürzel kann sich jeder aussuchen. Auf Ethereum existieren zahlreiche Token, die sich USDT nennen, aber nichts mit Tether zu tun haben und nichts wert sind. Ein Token ist nur an der Adresse seines Smart Contracts eindeutig erkennbar, nicht an seinem Namen.“
Die Blockchain: Das Kassenbuch hinter jeder Kryptowährung
Ob Coin oder Token, Bitcoin oder Memecoin: Jede Kryptowährung wird in einer Blockchain verbucht, entweder in ihrer eigenen oder in der eines anderen Coins. Wie dieses Kassenbuch funktioniert und warum sich darin nichts fälschen lässt, zeigt ein Beispiel aus dem Alltag:
Stell dir zehn Freunde vor, die eine gemeinsame Urlaubskasse führen. Damit keiner von ihnen die Einträge nachträglich zu seinen Gunsten verändern kann, führt jeder ein eigenes Heft, in dem dieselben Zahlungen stehen wie bei allen anderen. Behauptet Ben später, Anna habe ihm 50 € gegeben statt 20 €, reicht ein Blick in die anderen neun Hefte, um ihn zu widerlegen.
Damit sie nicht nach jeder einzelnen Ausgabe alle Hefte aufschlagen müssen, sammeln die Freunde die Zahlungen eines Tages. Abends schreibt einer von ihnen sie auf eine neue Seite, die anderen rechnen nach und übertragen die Seite dann in ihr eigenes Heft. Unten auf jede Seite kommt zusätzlich eine Prüfsumme, die sich aus allen Einträgen der vorherigen Seite ergibt.
Würde jemand später auf einer alten Seite auch nur eine Zahl ändern, stimmte diese Prüfsumme nicht mehr und alle anderen würden die Fälschung sofort bemerken.
Genau nach diesem Prinzip funktioniert auch eine Kryptowährung. An die Stelle der zehn Freunde treten Tausende Computer weltweit, die alle eine vollständige Kopie des Kassenbuchs speichern und gemeinsam das sogenannte Netzwerk bilden. Die Seiten mit den gesammelten Zahlungen heißen Blöcke, und weil jeder Block über seine Prüfsumme fest mit dem vorherigen verbunden ist, ergibt sich eine lückenlose Kette aus Blöcken, auf Englisch: Blockchain.
Wie oft ein neuer Block entsteht, legt jede Blockchain in ihrer Software selbst fest. Bei Bitcoin geschieht das etwa alle zehn Minuten, bei Ethereum etwa alle zwölf Sekunden. Ein Coin ohne eigene Blockchain wie USDT übernimmt dabei den Takt der Blockchain, auf der er gerade verschickt wird.
Für dich als Spieler ist somit nicht nur wichtig, welchen Coin du schickst, sondern auch, auf welcher Blockchain. Dadurch wird bestimmt, wie schnell deine Zahlung bestätigt wird und ob das Casino sie überhaupt empfangen kann.
Die Blockchain auf einen Blick:
- Was sie ist: Ein digitales Kassenbuch, in dem alle Zahlungen einer Kryptowährung verzeichnet sind. Tausende Computer weltweit speichern davon dieselbe Kopie.
- Wie Zahlungen hineinkommen: Sie werden nicht einzeln eingetragen, sondern zunächst gesammelt und dann gemeinsam auf eine neue Seite geschrieben. Eine solche Seite heißt Block.
- Warum Fälschen nicht klappt: Jeder Block enthält eine Prüfsumme des vorherigen. Ändert jemand eine alte Zahlung, stimmt diese Prüfsumme nicht mehr und alle anderen merken es sofort.
- Eigene oder geliehene Blockchain: Viele große Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Litecoin oder Dogecoin haben eine eigene Blockchain. Andere, etwa der Stablecoin USDT, besitzen keine und werden auf der Blockchain einer anderen Kryptowährung mitgeführt, im Fall von USDT unter anderem auf der von Ethereum und Tron.
- Dauer einer Bestätigung: Wie lange es dauert, bis eine Zahlung im Kassenbuch steht, hängt von der jeweiligen Blockchain ab. Bei Bitcoin kommt etwa alle zehn Minuten ein neuer Block hinzu, bei Ethereum etwa alle zwölf Sekunden, und ungefähr so lange wartest du auf die Bestätigung deiner Zahlung.
Das Netzwerk: Wer das Kassenbuch führt und Zahlungen bestätigt
Hinter den Tausenden Computern, die eine Kopie der Blockchain speichern, stehen ganz unterschiedliche Betreiber: Privatleute, die die Software zu Hause laufen lassen, ebenso wie Unternehmen und große Rechenzentren. Mitmachen kann im Prinzip jeder.
Dafür genügt es, die Software der jeweiligen Kryptowährung zu installieren. Der Computer lädt dann eine vollständige Kopie der Blockchain herunter und gehört ab diesem Moment zum Netzwerk.
Verbunden sind all diese Computer über das Internet und sie halten sich gegenseitig auf dem Laufenden. Kommt irgendwo ein neuer Block hinzu, reichen sie ihn untereinander weiter, bis jeder ihn in seiner Kopie hat. Einen Chef oder eine Zentrale, die diesen Austausch steuert, gibt es nicht.
Wie bei der Urlaubskasse gibt es auch hier zwei Rollen. Die meisten Computer speichern die Blockchain lediglich und rechnen jeden neuen Block nach, bevor sie ihn übernehmen. Neue Blöcke schreiben dürfen hingegen nur bestimmte Teilnehmer, die bei Bitcoin „Miner“ und bei Ethereum „Validatoren“ genannt werden. Sie übernehmen also die Rolle des Freundes, der abends eine neue Seite anlegt.
Damit sie nicht schummeln, müssen beide Parteien etwas riskieren: Miner bezahlen Strom und Rechenleistung und Validatoren hinterlegen eigene Coins als Sicherheit. Wenn einer von ihnen falsche Daten einträgt, lehnen die übrigen Computer seinen Block ab und er verliert seinen Einsatz. Ehrlichkeit lohnt sich für ihn deshalb mehr als Betrug.
Je mehr Computer zu einem Netzwerk gehören, desto sicherer ist es. Eine Fälschung würde nämlich nur dann übernommen, wenn mehr als die Hälfte aller Computer sie gleichzeitig akzeptiert. Bei großen Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum, deren Netzwerke aus zig Computern weltweit bestehen, ist das praktisch unmöglich.
Das Netzwerk hinter der Blockchain auf einen Blick:
- Betreiber: Privatleute, Unternehmen und Rechenzentren weltweit. Mitmachen kann jeder, der die Software der Kryptowährung installiert.
- Funktionsweise: Die Computer sind über das Internet verbunden und geben jeden neuen Block untereinander weiter, ganz ohne Zentrale.
- Rollenverteilung: Neue Blöcke schreiben Miner bei Bitcoin und Validatoren bei Ethereum. Alle anderen Computer rechnen jeden Block nach.
- Schutz vor Betrug: Wer Falsches einträgt, verliert seinen Einsatz. Eine Fälschung würde zudem nur übernommen, wenn mehr als die Hälfte aller Computer zustimmt.
„Da kein Unternehmen hinter dem Netzwerk steht, gibt es auch keine Hotline, bei der du nach einer Zahlung fragen kannst. Dafür ist aber alles öffentlich: Über einen Block Explorer wie beispielsweise mempool.space für Bitcoin oder Etherscan für Ethereum kann jeder live verfolgen, welche Zahlung gerade weitergereicht wird und in welchem Block sie gelandet ist. Bevor ich bei einer Zahlung nervös werde, schaue ich dort nach. Die Blockchain antwortet schneller als jeder Kundendienst.“
Netzwerk Gebühr: Warum jede Krypto Transaktion etwas kostet
Damit das Netzwerk funktioniert, müssen Miner und Validatoren ständig Strom, Rechenleistung oder eigene Coins einsetzen. Freiwillig und umsonst tut das niemand, deshalb werden sie für jeden Block auf zwei Wegen bezahlt. Zum einen erhalten sie neu geschaffene Coins, bei Bitcoin eine Menge, die sich etwa alle vier Jahre halbiert. Zum anderen bekommen sie die Netzwerk Gebühren aller Zahlungen, die sie in ihren Block aufnehmen.
Diese Gebühr zahlt der Absender, und zwar immer in der Coin der jeweiligen Blockchain: bei Bitcoin in Bitcoin, bei Ethereum in Ether, bei Tron in TRX. Das gilt auch, wenn du einen Token verschickst. Möchtest du beispielsweise USDT in einem Tether Casino einzahlen und nutzt dafür das Ethereum-Netzwerk, brauchst du zusätzlich etwas Ether in deiner Wallet, um die Netzwerkgebühr zu bezahlen.
Wie hoch die Gebühr ausfällt, hängt nicht vom Betrag ab, sondern von der Auslastung des Netzwerks. In jeden Block passt nur eine begrenzte Zahl von Zahlungen, und Miner und Validatoren nehmen bevorzugt die mit der höchsten Gebühr auf. Wollen viele gleichzeitig etwas verschicken, steigt deshalb der Preis für einen Platz im nächsten Block. 10 € können dann genauso viel kosten wie 10.000 €.
Bei Ethereum geht seit 2021 zudem nur ein Teil der Gebühr an den Validator. Ein Grundbetrag wird automatisch vernichtet und der Validator erhält nur den Aufschlag, den der Absender obendrauf legt.
Netzwerk Gebühren im Überblick
- Wer sie zahlt: Der Absender einer Zahlung.
- Wer sie bekommt: Der Miner oder Validator, der die Zahlung einträgt. Bei Ethereum wird ein Teil davon vernichtet.
- Worin sie bezahlt wird: Im Coin der jeweiligen Blockchain, auch beim Versand von Token.
- Wovon ihre Höhe abhängt: Von der Auslastung des Netzwerks, nicht vom verschickten Betrag.
Wallets und Schlüssel: Wem die Coins im Kassenbuch gehören
Bevor ein Miner oder Validator deine Zahlung samt Gebühr einträgt, prüft das Netzwerk, ob die Coins überhaupt dir gehören. Den Nachweis dafür liefert deine Wallet. Die Coins selbst liegen allerdings nicht darin, denn sie verlassen die Blockchain nie. Die Wallet verwahrt nur die Schlüssel, mit denen du über sie verfügst.
Welche Arten von Wallets es gibt
Software Wallets sind Apps oder Browser-Erweiterungen. Sie sind kostenlos und bequem, aber als sogenannte Hot Wallets ständig online und damit anfälliger für Angriffe.
Hardware Wallets sind eigene Geräte, auf denen der Schlüssel offline bleibt. Sie gelten als Cold Wallets und damit als sicherer, kosten aber Geld.
Bei Börsen und Casinos liegen die Schlüssel dagegen beim Anbieter und du siehst nur ein Guthaben. Zahlst du etwa in einem der besten Ethereum Casinos ein, wandern deine Ether an eine Adresse, die dem Casino gehört.
In deinem Spielerkonto steht danach nur eine Zahl, die anzeigt, wie viel dir das Casino schuldet. Die Coins selbst gehören dir erst wieder, wenn du sie auszahlst.
Adresse und privater Schlüssel
Die Adresse ist eine lange Zeichenfolge, unter der deine Coins in der Blockchain verwaltet werden. Möchtest du beispielsweise mit DOGE in einem Dogecoin Casino einzahlen, brauchst du dafür die passende Empfangsadresse des Anbieters. Deine eigene Wallet-Adresse kannst du wie eine IBAN weitergeben, denn damit kann man dir nur Coins schicken.
Der private Schlüssel ist dagegen deine digitale Unterschrift: Nur mit dem passenden Schlüssel lässt sich eine Zahlung autorisieren. Wer ihn besitzt, kann also über die Coins verfügen, ganz ohne Namen oder Ausweis.
Seed Phrase: Der Generalschlüssel
Die meisten Wallets erzeugen ihre Schlüssel aus einer Seed Phrase aus meist 12 oder 24 Wörtern, mit der du alle Schlüssel auch auf einem neuen Gerät wiederherstellen kannst. Geht sie zusammen mit deinem Gerät verloren, sind deine Coins weg.
Gerät sie hingegen in fremde Hände, kann ein anderer sie verschicken. Bewahre sie deshalb offline auf und gib sie niemandem weiter. Wie du deine Wallet darüber hinaus schützt, zeigt unser Guide „Sicher im Krypto Casino spielen.“
Wallet Grundlagen im Überblick
- Wo die Coins liegen: Immer in der Blockchain, nie in der Wallet.
- Adresse: Darf weitergegeben werden, um Coins zu empfangen.
- Privater Schlüssel: Unterschreibt jede Zahlung. Wer ihn hat, verfügt über die Coins.
- Seed Phrase: 12 oder 24 Wörter, aus denen sich alle Schlüssel wiederherstellen lassen.
Fazit: Wie die Begriffe bei einer Einzahlung zusammenspielen
Bei jeder Einzahlung im Krypto-Casino greifen alle vorgestellten Begriffe ineinander. Du wählst eine Kryptowährung – etwa einen Coin wie Dogecoin für eines der Dogecoin Casinos – und damit auch die Blockchain, über die sie läuft. Deine Wallet unterschreibt die Zahlung mit deinem privaten Schlüssel. Ein Miner oder Validator trägt sie gegen eine Netzwerkgebühr in den nächsten Block ein und das Netzwerk sorgt dafür, dass dieser Eintrag nicht mehr geändert werden kann. Erst danach erscheint der Betrag als Guthaben in deinem Spielerkonto.
Wer diese Kette kennt, versteht auch, warum eine falsche Blockchain oder eine verlorene Seed Phrase so schwer wiegt: Keine Stelle kann eingreifen, sobald die Zahlung im Kassenbuch steht. Welche Coins sich für Ein- und Auszahlungen eignen und was sie kosten, vergleichen wir im nächsten Schritt auf unserer Seite zu den Krypto Casino Zahlungsmethoden.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Kryptowährung?
Was ist eine Blockchain?
Was ist der Unterschied zwischen einem Coin und einem Token?
Was sind Altcoins?
Sind Memecoins echte Kryptowährungen?
Was ist eine Netzwerkgebühr?
Warum ist die Netzwerkgebühr nicht immer gleich hoch?
Was ist der Unterschied zwischen privatem Schlüssel und Seed Phrase?
Europäische Zentralbank (EZB) — Geldmengenentwicklung im Euroraum: August 2026
FOCUS online — Satoshi Nakamoto: Wer steckt hinter dem geheimnisvollen Bitcoin-Erfinder?
Handelsblatt — Krypto-Ausblick auf 2023: Nach der Pleite von FTX kämpft die Branche um ihre Daseinsberechtigung
Handelsblatt — USDC und Co.: Pleite der Silicon Valley Bank wirft Stablecoins aus Balance

Theo Bennett ist ein redaktionelles Autorenprofil, das von CryptoCasinos.com für deutschsprachige Inhalte genutzt wird. Unsere Redaktion beschäftigt sich unter diesem Namen vor allem damit, wie Krypto Casinos funktionieren und wie Ein- und Auszahlungen mit Kryptowährungen ablaufen.
